Mobile Bäume sind ein echter Hingucker und spenden Schatten

Die Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) haben auf dem Kirchplatz im Herzen der Altstadt die ersten mobilen Bäume aufgestellt. Drei Kugelrobinien sollen dort nicht nur für eine optische Aufwertung des Platzes sorgen.
„Je nach Einsatzort dienen sie auch der Verkehrsberuhigung oder als Schutzbarriere bei Großveranstaltungen und natürlich auch als Schattenspender. Auf jeden Fall sind sie für die ,Gute Stube‘ ein echter Hingucker, der das Ambiente nochmal aufwertet“, freute sich Bürgermeister Christoph Tesche bei der Vorstellung der ersten Bäume am Donnerstag, 25. April.

Die Anschaffung von 13 mobilen Bäumen geht auf einen entsprechenden Antrag der Koalition aus CDU, FDP und Grünen zurück. „Wir sind schon lange auf dem Weg, unsere Altstadt zu verschönern und noch attraktiver zu machen. Die mobilen Bäume sind dazu eine weitere Maßnahme. Ebenso wie unsere Pläne, in der Altstadt gleich an mehrere Stellen Wasser zu bringen, zum Beispiel mit einem Fontänenfeld auf dem Altstadtmarkt. Das ist ebenso wie die Bäume, wenn auch ein kleiner, aber auf jeden Fall wirksamer Baustein im Klimaschutzkonzept“, sagte Christoph Tesche.

Die großen Blumenkübel aus Metall wurden durch KSR-Mitarbeiter gebaut. Sie können mit einem Radlader problemlos versetzt werden. Bereits seit November stand am Dr.-Helene-Kuhlmann-Park ein Prototyp eines mobilen Baumes, der dort zur weiteren Abstimmung aufgestellt wurde. Die Kübel werden mit Kugelrobinien bestückt, die im Winter ihre Blätter abwerfen, im Sommer früh austreiben und insgesamt als robuste, anpassungsfähige und frostsichere Bäume gelten.

Weitere vier Kübel werden nach dem Frühlingsfest, das am 4. und 5. Mai stattfindet, auf dem Altstadtmarkt platziert. Diese verfügen auch über angebaute Sitzbänke, die Passanten zum Verweilen einladen. Die Idee, die Kübel auch mit einer Sitzmöglichkeit zu versehen, bestand schon länger, letztlich brachte Stadtkämmerer Ekkehard Grunwald von einem Besuch in der Stadt Celle Fotos von einer entsprechenden Konstruktion aus Stahl und Holz mit. „Dort haben sich heimische Unternehmen an der Finanzierung der Pflanzkübel beteiligt. Natürlich würden wir uns freuen, wenn sich auch bei uns Einzelhändler, Immobilienbesitzer und Gastronomen als Sponsoren einbringen. Ein erster Spender für einen der mobilen Bäume ist bereits gefunden worden und findet hoffentlich noch viele Nachahmer“, erklärte Grunwald.

„Ich finde die Idee, mit mobilen Bäumen in der Altstadt für noch mehr Atmosphäre zu sorgen, wirklich prima und habe mich deshalb spontan entschlossen, die Kosten für einen Baum zu übernehmen“, erklärte Michael Rausch, dessen Ehefrau jüngst das ehemalige Banniza-Gebäude an der Kunibertistraße erworben hat und auch an der Schaumburgstraße im Besitz einer großen Immobilie ist. „Die Stadt tut tatsächlich eine ganze Menge, um die Altstadt nach vorne zu bringen. Davon profitieren Handel, Gastronomie und Immobilienbesitzer gleichermaßen. Ich halte es für angebracht, dass gerade diese Akteure sich ebenfalls aktiv einbringen, wenn es darum geht die ,Gute Stube‘ noch attraktiver zu machen“, erklärte Rausch. Denkbar wäre auch, dass sich Akteure aus der Innenstadt durch die Übernahme einer Baumpatenschaft bei der Pflege der Kugelrobinien einbringen. Im Altstadtquartier Krim funktioniert ein solches Modell bereits seit Jahren hervorragend.

Neben dem Kirchplatz und dem Altstadtmarkt wurden drei weitere Standorte für die mobilen Bäume ausgewählt. Diese sind: obere Breite Straße (zwei Bäume), obere Kunibertistraße (zwei Bäume) und Schaumburgstraße (zwei Bäume). Jeder Kübel ist mit Baum rund 1,8 Tonnen schwer und kostet rund 2.400 Euro. Die Folgekosten für die Pflege (Gießen, Schnitt und Reinigung) schätzen die KSR für alle Standorte auf rund 9.600 Euro im Jahr.

(Quelle: Stadt Recklinghausen)