Förderprogramm wirkt: 43 Altstadt-Fassaden erstrahlen im neuen Glanz

Ein attraktives Ambiente und eine tolle Atmosphäre - das sind nur zwei Pluspunkte mit denen die Recklinghäuser Altstadt punkten kann. Zur Steigerung der Attraktivität hat auch das Ende 2021 auslaufende Fassadenprogramm beigetragen, das die Stadt Recklinghausen mit Förderung von Bund und Land aufgelegt hat. 43 Hausfassaden erstrahlen in der „Guten Stube“ mittlerweile im neuen Glanz.

„Natürlich ist es unser Ziel, die Substanz, die unsere Altstadt ausmacht, zu erhalten. Dazu hat das 2015 gestartete Fassadenprogramm einen wichtigen Beitrag geleistet“, freut sich Bürgermeister Christoph Tesche. Mit dem Förderprogramm, einer Teilmaßnahme des Handlungskonzeptes Altstadt Recklinghausen werden im Rahmen des Städtebauinvestitionsprogrammes engagierte Hauseigentümer bei der Neugestaltung ihrer Fassaden finanziell unterstützt. „Eine Sanierung steigert nicht nur den Wert der Immobilie, sondern setzt auch einen positiven Akzent bei der Entwicklung der Altstadt als Einzelhandels- und Wohnquartier“, betonte Tesche.

Dieses Engagement unterstützt die Stadt je nach Modernisierungsaufwand mit bis zu 6.000 Euro, jedoch nicht mehr als 30 Euro/m² gestalteter bzw. hergerichteter Fläche. Gefördert werden die Neugestaltung straßenseitiger Fassaden, Giebel und Brandwände, der Neuanstrich, die Reinigung von Sichtmauerwerksfassaden und die Instandsetzung von Ornamenten sowie historisch erhaltenswerter Fenster und Türen, wenn das ursprüngliche Erscheinungsbild erhalten bleibt oder wiederhergestellt wird. In Verbindung mit diesen Maßnahmen können nach Prüfung auch die Herrichtung und Gestaltung von Dächern gefördert werden.

„Die Summe ist für viele Hausbesitzer sicher ein Anreiz, eine Sanierung der eigenen Immobilie in Angriff zu nehmen“, erklärt Philipp Menzel, der an der Breiten Straße sein Objekt mit finanzieller Unterstützung aus dem Fassadenprogramm modernisiert hat. „Natürlich hoffe ich, dass möglichst viele Hausbesitzer meinem Beispiel folgen. Für das Stadtbild kann das nur positiv sein.“

Für eine Förderung muss es sich um eine neue, noch nicht begonnene Maßnahme handeln. Außerdem muss ein Fachbetrieb beauftragt werden und die Kosten der Sanierung müssen über 500 Euro liegen. Erstattet werden maximal 50 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten.

Die Antragstellung erfolgt beim Fachbereich der Stadt Recklinghausen. Beratung unter anderem auch in Fragen des Denkmalschutzes, der bei der Sanierung nicht selten eine Rolle spielt, bekommen Hausbesitzer beim Dezernat III/Denkmalschutz.

Weitere Informationen zu Bedingungen und Voraussetzungen für eine Förderung sind in der Broschüre „Fassadenprogramm“ zu finden. Diese kann bei Interesse beim Stadtmarketing unter T. 0 23 61/50 50 50 angefordert werden. Außerdem liegt die Broschüre im Rathaus und im technischen Rathaus am Westring 51 aus.

„Natürlich sind wir froh und dankbar, dass das Städtebauministerium des Landes NRW unser Fassadenprogramm mit über 210.000 Euro unterstützt und so Hauseigentümern einen Anreiz bietet, die eigene Immobilie und damit das Stadtbild attraktiv zu halten. Für unsere ,Gute Stube‘ ist das auf jeden Fall eine Erfolgsgeschichte. Das wird vor allem deutlich, wenn man mit offenen Augen durch die Altstadt bummelt oder sich einmal Vorher-nachher-Bilder anschaut“, stellt der Erste Beigeordnete Ekkehard Grunwald fest.

Antragstellung:

Claudia Nikulski, T. 0 23 61/50 24 43. E-Mail: claudia.nikulski@recklinghausen.de